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ist eine Plattform für parametrisches Design im Grafikdesign. Sie dokumentiert die Arbeit von Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die unter dem Titel „Parametrisches Design im Grafikdesign“ die Bedeutung des Systems als konzeptionelles Modell und Gestaltungsmethode untersuchen.

Beim Design geht es weniger um intuitive, gar geniale „Geniestriche“, sondern vielmehr um einen ganzheitlichen und regelbasierten (systemischen und systematischen) Prozess des Wissenserwerbs und der Formgebung. Es wird immer wichtiger, dynamische Systeme zu entwerfen, die den Designprozess sowohl leiten als auch inspirieren.

Parametrisches Design bezieht sich auf dieses Design in und von Systemen – mit Regeln, ihren Funktionsweisen und ihrer systematischen Manipulierbarkeit. Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Heike Grebin ist integraler Bestandteil der Lehre und zielt darauf ab, das Bewusstsein für Design als performativen Prozess zu schärfen.

Play the System vereint ausgewählte Studienprojekte, in denen das System als Designmethode eine wichtige Rolle spielt – ob analog oder digital. Die Arbeiten entstehen in einer fruchtbaren Symbiose aus Theorie, Design und Technologie. Sozial relevante Themen und Positionen aus Philosophie, Kunst und avantgardistischem Design von um 1900 bis heute werden immer wieder diskutiert.

Play the System ist eine Einladung, sich der systemischen Kompetenz des Grafikdesigns bewusst zu werden und die Reife zu erlangen, die Werkzeuge des digitalen Designs kritisch einzusetzen.

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Zukunft war lange ein Wort, das wie ein Versprechen, wie ein Geheimnis klang. Ein Universum der Möglichkeiten, das es nur zu erreichen galt. Eine Bachelorthesis über unsere Generation als eine postfuturistische, auf der Suche nach der Ästhetik von Zukunft und ihrem Gestaltungsmoment. Melanie Schwarz analysiert in ihrer Arbeit, wie Bilder und Produkte der Zukunft zu einem Klischee und Zukunft selbst zu einem Kitsch werden konnte. Dabei untersucht sie die Gestaltungsmuster des Futurismus und hinterfragt deren Überdauern und deren Gültigkeit im Jahr 2020 im Hinblick auf Lebensrealitäten wie den Klimawandel und die Postwachstumsökonomie. Sie stellt dem Zukunftsdrang der Futuristen die Perspektivsuche der eigenen Generation gegenüber und beurteilt den Hang zur Nostalgie im digitalen Grafikdesign als logische Schlussfolgerung unserer Zeit. Im Stil der Science-Fiction fragt sie, was wäre, wenn Publikation virtuell werden würde und entwirft eine Zukunftsvision über das schwindende Printmedium. Dabei schafft sie neue Medienrealitäten, entdeckt ungewöhnliche typografische Räume und übernimmt in diese historische Techniken des Buchdrucks. Am Ende ist klar: In der Zukunft war alles besser, sogar die Bilder und Visionen werden es gewesen sein.